Great Wall

Wikipedia:

Die Chinesische Mauer ( Wànlĭ Chángchéng „10.000 Li lange Mauer“) ist eine Tausende Kilometer lange historische Grenzbefestigung, die das chinesische Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen sollte. Sie ist mit 6.350 km Länge (Hauptmauer 2.400 km) und auch hinsichtlich Volumen und Masse das größte Bauwerk der Welt. Dabei besteht die Mauer aus einem System mehrerer teilweise auch nicht miteinander verbundener Abschnitte unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Bauweise.

Der chinesische Name „10.000 Li lange Mauer“ beinhaltet eine Längenangabe. Ein Li entspricht etwa 575,5 m, 10.000 Li sind daher ca. 5.755 km. Die Zahl 10.000 steht im chinesischen jedoch für Unendlichkeit bzw. eine unzählbare Menge (vgl. Myriade), weshalb der Ausdruck etwa „unvorstellbar lange Mauer“ bedeutet.

Ich:

Ja, beeindruckend und wirklich UNENDLICH lang!

Unser Minibus hat uns nach 3,5 Stunden chinesischer Fahrt zum Startpunkt fuer unseren Trek über die chinesische Mauer gebracht („chinesische Fahrt“: erstmal 40 Minuten (um 6:15 morgens!) damit verbringen, ein anderes Hotel zu suchen, um noch ein paar Leute einzusammeln… 40 Minuten, in denen ich 4 Strassen auch gleich 6 Mal in jede Richtung kennengelernt habe… und Überholmanöver, die man sich so vorstellt: Straße, vergleichbar mit einer normalen Bundesstrasse in Deutschland; auf dem Standstreifen fährt ein kleinerer Lastwagen, der grade von einem größeren überholt wird. Der wiederum wird von unserem Minivan überholt, damit wir einen besseren Blick auf den Gegenverkehr haben, der… genauso aussieht. Die Hupe scheint hier nicht der Warnung zu dienen. Chinesen glauben scheinbar, dass durch das Hupen das letzte PS der Autos aktiviert wird, um vielleicht doch noch früh genug die eigene – hoffentlich freie – Fahrbahn wieder zu erreichen.)

Da Mao gesagt hat „Der, der nicht die chinesische Mauer bestiegen hat, ist kein richtiger Mann“, blieb mir ja nichts anderes übrig…??

Die 10 km, die wir davon geklettert sind (nee, das ist wirklich keine einfacher Spaziergang über ein paar geordnete Steine…), hatten’s in sich.  Die Mauer ist eben auf Bergkämmen errichtet worden und genauso steil wie eben diese. („Steepest Street“ damals in Neuseeland war nichts dagegen.) Manche Stellen sind so verfallen, dass man entweder mal 3 Meter von einem der Türme (auf unseren 10 km waren es 30 Stück insgesamt) auf den Mauerrest oder eben den Bergkamm runterklettern musste oder aber ein Stück nebenher durch die Hänge laufen musste. Zur Belohnung zum Schluss hat man dann ne nette Fahrt auf dem so genannten Fox-Ride machen koennen: In 50 Metern Höhe mit ner Drahtseilwinde an nem Karabiner befestigt 400 Meter über nen Staudamm ins Tal.

So viel also zum Aktivteil (ziemlich großartig!). Der Scenic-Teil dabei war natürlich der Hammer. Ich denke, Ihr kennt alle optimierte Bilder aus Reiseberichten oder Reiseführern von der Mauer und der Landschaft drum’rum. In dem Fall ist der Live-Blick mindestens so beeindruckend und einfach atemberaubend.

War also ein absolut würdiges Reisefinale. :-)

Eine Antwort schreiben