3480 Stunden und zwei halbe Weltumrundungen später…

Dezember 23, 2007

… bin ich nun wieder in Prüm angekommen…

Das heißt, mein Körper ist das. So ganz realisiert habe ich das noch nicht und mein Körper auch nicht komplett. Da hilfts auch nicht, um 23:30 schlafen zu gehen, die innere Uhr kommt nicht ganz mit und weckt mich um 5:00 Uhr morgens. Realisiert habe ich alleirdings, dass das Essen in Asien ein bisschen zu gut war, dass niemand während meiner Abwesenheit mein Zimmer entrümpelt und aufgeräumt hat (… ;-) ), wohl aber mein Auto… Sachen gibts :-) !!! Danke, mein lieber Bruder(!), dass ne ganze Menge Organisationszeug und Verpflichtungen auf mich warten, die einen krassen Kontrast zu den letzten Monaten stehen, dass viele Dinge in Deutschland gar nicht so schlecht sind (Autofahren, Muttersprache, Mutter … ;-) , also Family, die Luft im Vergleich zu Peking, ein Kleiderschrank voller sauberer Klamotten, guter Kaffee, bezahlbarer guter Wein… und vieles mehr).

Die andere Seite ist, dass ich mir abgewöhnen muss, jeden Weißen erstaunt und freudig anzuschauen in der Annahme, dass er der einzige neben mir im ganzen Ort ist. Dann gibt es eben Dinge, die ich hier vermissen werde: Angefangen z.B. bei der Offenheit und Freundlichkeit der reisenden Menschen und der Einheimischen, die mit viel weniger viel glücklicher schienen als die meisten Menschen in Europa über die unschlagbar günstigen Preise und natürlich grade auch ein bisschen die tropische Wärme bis hin zur Gelassenheit, mit der vor allem die Menschen in Süd-Ost-Asien Problemen, Konflikten und Gegebenheiten gegenübertreten.

Es ist schön, daheim zu sein. Es ist schön, die letzten 4 Monate und 3 Wochen revuepassieren zu lassen und zu realisieren, wie viel ich in der Zeit erlebt habe, wie viele Menschen diesen Blog angeschaut haben und -manche mehr, manche weniger regelmäßig- ein Stück in Gedanken mit mir gereist sind. Danke.

Steffi

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Dezember 23, 2007

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„Who not climbed the Great Wall once in lifetime, is not a real man“

…na dann

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:-)

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und früher sah#s da so ähnlich aus…

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Great Wall

Dezember 23, 2007

Wikipedia:

Die Chinesische Mauer ( Wànlĭ Chángchéng „10.000 Li lange Mauer“) ist eine Tausende Kilometer lange historische Grenzbefestigung, die das chinesische Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen sollte. Sie ist mit 6.350 km Länge (Hauptmauer 2.400 km) und auch hinsichtlich Volumen und Masse das größte Bauwerk der Welt. Dabei besteht die Mauer aus einem System mehrerer teilweise auch nicht miteinander verbundener Abschnitte unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Bauweise.

Der chinesische Name „10.000 Li lange Mauer“ beinhaltet eine Längenangabe. Ein Li entspricht etwa 575,5 m, 10.000 Li sind daher ca. 5.755 km. Die Zahl 10.000 steht im chinesischen jedoch für Unendlichkeit bzw. eine unzählbare Menge (vgl. Myriade), weshalb der Ausdruck etwa „unvorstellbar lange Mauer“ bedeutet.

Ich:

Ja, beeindruckend und wirklich UNENDLICH lang!

Unser Minibus hat uns nach 3,5 Stunden chinesischer Fahrt zum Startpunkt fuer unseren Trek über die chinesische Mauer gebracht („chinesische Fahrt“: erstmal 40 Minuten (um 6:15 morgens!) damit verbringen, ein anderes Hotel zu suchen, um noch ein paar Leute einzusammeln… 40 Minuten, in denen ich 4 Strassen auch gleich 6 Mal in jede Richtung kennengelernt habe… und Überholmanöver, die man sich so vorstellt: Straße, vergleichbar mit einer normalen Bundesstrasse in Deutschland; auf dem Standstreifen fährt ein kleinerer Lastwagen, der grade von einem größeren überholt wird. Der wiederum wird von unserem Minivan überholt, damit wir einen besseren Blick auf den Gegenverkehr haben, der… genauso aussieht. Die Hupe scheint hier nicht der Warnung zu dienen. Chinesen glauben scheinbar, dass durch das Hupen das letzte PS der Autos aktiviert wird, um vielleicht doch noch früh genug die eigene – hoffentlich freie – Fahrbahn wieder zu erreichen.)

Da Mao gesagt hat „Der, der nicht die chinesische Mauer bestiegen hat, ist kein richtiger Mann“, blieb mir ja nichts anderes übrig…??

Die 10 km, die wir davon geklettert sind (nee, das ist wirklich keine einfacher Spaziergang über ein paar geordnete Steine…), hatten’s in sich.  Die Mauer ist eben auf Bergkämmen errichtet worden und genauso steil wie eben diese. („Steepest Street“ damals in Neuseeland war nichts dagegen.) Manche Stellen sind so verfallen, dass man entweder mal 3 Meter von einem der Türme (auf unseren 10 km waren es 30 Stück insgesamt) auf den Mauerrest oder eben den Bergkamm runterklettern musste oder aber ein Stück nebenher durch die Hänge laufen musste. Zur Belohnung zum Schluss hat man dann ne nette Fahrt auf dem so genannten Fox-Ride machen koennen: In 50 Metern Höhe mit ner Drahtseilwinde an nem Karabiner befestigt 400 Meter über nen Staudamm ins Tal.

So viel also zum Aktivteil (ziemlich großartig!). Der Scenic-Teil dabei war natürlich der Hammer. Ich denke, Ihr kennt alle optimierte Bilder aus Reiseberichten oder Reiseführern von der Mauer und der Landschaft drum’rum. In dem Fall ist der Live-Blick mindestens so beeindruckend und einfach atemberaubend.

War also ein absolut würdiges Reisefinale. :-)