Shoppingparadies mit Haken

Dezember 12, 2007

Hong Kong hat ALLES, alles und fuer jeden Geldbeutel… gut haupsaechlich fuer die etwas groesseren Geldkoffer, aber trotzdem… 

Ja, ich habe waermere Klamotten gefunden… die waren sogar guenstiger als in Deutschland (verratet niemandem dass sie von Esprit und Mango sind, offiziell hab ich asiatischen Kram gekauft, klar?). Dass ich dafuer einmal die gesamte Insel (von Soho bis Causeway Bay) abgelatscht bin und dann auch noch in Kowloon einige Kilometer gemacht habe, hatte den positiven Nebeneffekt, dass ich ganz viel Hong Kong gesehen habe… Ich denke, Manhatten ist ein Waisenkind dagegen. So viele Wolkenkratzer auf so engem Raum… Netterweise bin ich von nem Ami angesprochen worden, der Fotograf in Hong Kong ist… und zwar fuer ne Wirtschaftszeitung. Er fotografiert Leute beim Kaufen… Das war heute Vormittag. Ich hatte noch keine Ahnung, wo ich suchen muss, da kam er und kannte natuerlich berufsbedingt genau die Strassen, die ich brauchte. Er hat mir nebenbei noch den Weg zum Gemuese-, Obst-, und Fischmarkt gezeigt und ein paar andere Hong Kong Tipps gegeben. Sehr nett war das.

Insgesamt habe ich den Eindruck auf der Reise bekommen, dass die allermeisten Menschen einfach freundlich und nett sind. (Wenn man nicht selbst grade unhoeflich ist)… Ausnahme sind da noch viele Vietnamesen, wenn’s um Geld geht, aber auch hier eben nicht alle. (Ich hoffe, dass ich nach diesem Statement nicht Murphy’s Law zu spueren bekomme und morgen jemand meine Wertsachen klaut… ;-) )

Habe beschlossen, morgen schon nach Guangzhou zu fahren (hab ja heute ganz Hong Kong abgelatscht ;-) ) Das heisst, dass da wieder die chinesische Zensur greift, aber schreiben werde ich trotzdem! (danke Silvia!)

Bis dann

Steffi


Bevor meine Kamera wieder alles loescht…

Dezember 12, 2007

… Ja, das hat sie, dabei hab ich nur den Akku entfernt, um ihn aufzuladen. Beim naechsten Benutzen war die Speicherkarte leer… grrr… Na, waren Gottseidank nur die letzten 5 Tage oder so…

Hier nun aber einfach ein paar Bilder von heute.

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das Geschenk bring ich jedem von Euch mit, versprochen! … d.h. … wenn’s noch in meinen Rucksack passt. ;-)   :

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DIE Loesung gegen Fussgaengerampeln: Einfach mal Gaenge und Bruecken ueber die Strassen bauen… und: viel hilft viel!

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Kurzreflexion China… und andere Bemerkungen

Dezember 12, 2007

Ich sitze hier grade in einem 15-min kostenlos-E-Terminal eines Cafe’s. Vielleicht genug Zeit, um das bisschen Chinaerfahrung zu ergaenzen, das ich vor Hong Kong hatte.

Als ich in Nanning auf meinen Nachtzug gewartet habe, sass eine junge Chinesin neben mir, die mich in zaghaftem Englisch ansprach. (Nebenbei bemerkt: Die Wartehalle war voll! Natuerlich… Bei 1,3 Millarden Menschen in dem Land ist es wohl an jeder halbwegs urbanisierten Syelle, und das heisst hier gleich: „Stadt, groesser als Koeln“, einfach voll. Man bekommt schnell einen guten Eindruck von dem Gefuehl, das Labormaeuse dazu bringt, sich gegenseitig aufzufressen, wenn man sie auf sozialen Stress testet…)

Immer, wenn sie sich nicht in vollstaendigen Saetzen ausdruecken konnte, hat sich gekichert und 3 mal sorry gesagt. Nach 30 Minuten zaehem aber nettem Gespraech hat sie mir auf Chinesisch ne Frage aufgeschrieben, die mir in Guangzhou weiterhelfen sollte, falls ich niemanden faende, der Englisch spricht. ausserdem wollte sie meine Emailadresse haben… bin gespannt, ob ich Post in Chinesisch bekomme…)

Fazit: Wenn man nicht in Hong Kong ist, oder wohl auch Peking oder Shanghai, ist die Wahrscheinlichkeit riesig, der einzige Nicht-Chinese im Umkreis von 2 km zu sein, was einen zu einer Art Lakalattraktion macht. alle, wirklich alle Chinesen, die ich bis jetzt getroffen habe, waren nett… auch die, in Uniform koennen laecheln, dauert nur laenger! Interessant im Kontrast zu den Suedostasiatischen Laendern ist auch, dass sich die Chinesen in der Metro (gut, die gabs da unten ja auch nicht…, na, halt in oeffentlichen Verkehrsmitteln) so gleichmaessig verteilen, wie Gasmolekuele im Raum. Jeder hat so viel Platz, wie irgendwie moeglich. Was dann immernoch nicht viel ist, aber in Laos und Cambodia hatten die Leute kein Problem damit, sich trotz anderer freier Plaetze neben oder halb auf Dich zu setzen.

Beim Grenzuebergang zu Hong Kong sitzen uebrigens seit SARS zwei Uniformierte mit Schutzmasken hinter Waermescannern, um zu schauen, ob man Fieber hat… Scary!

„Schutzmasken“ ist sowieso ein Stichwort, das ich mal erwaehnen wollte. In ganz Asien, vorallem aber eben in Phnom Penh, Bangkok, Saigon und Hanoi fallen die bemundschutzten Massen auf. Michael Jackson’s Vorbilder eben. Nur, dass sie das hier tragen, weil die Luft wirklich russig ist, nicht etwa aus Angst, sich mit Krankheiten anzustecken. Man kann die Dinger mittlerweile auch ueberall kaufen… in jedem erdenklichen Design.

Heute Morgen ist mir ne englischsprachige Suedchina-Zeitung in die Haende gekommen. es steht ne ganze menge ueber Klimaschutz drin und darueber, was der Chinese dazu beitragen kann… was die Regierung tun wird und uebers Kioto-Protokoll… Wenn man dann umblaettert und die Luftverschmutzungsewerte fuer die einzelnen Regionen sieht, ist auch klar, dass das extrem noetig ist. Wenn man dann aber sieht, wie viel Industrie die haben und wie viel allein an sichtbarem Russ und Rauch in die Luft geht, zweifle ich doch an der Durchfuehrung.

ausserdem stand noch ein kleiner Artikel ueber Cambodia drin. Im Nordwesten des Landes gibt es eine sehr abgelegene, natuerlich untouristische Dschungelregion um den Ort Ratanakiri. man kommt nur mit dem Jeep dorthin oder mit Locals, jeweils ueber Loecherpisten… (Nora, die nette Oesterreicherin war dort und sehr begeistert). Dort leben noch wilde Elefanten und Tiger und jedeMenge anderer seltener Wildtiere. Eine Spanische Firma moechte nun ein 5-Sterne Dschungel-Camp errichten, das reichen auslaendern Fun-Shooting Lizenzen im Paket anbietet, damit sie dann wilde Tiere schiessen koennen (Killing fields und das benachbarte Kuhschiessen bietet das Vorbild). Dass wir das sehr bedenklich finden, ist klar, aber dass das den chinesen nen Artikel wert ist, hat mich gewundert. Die Cambodianische Regierung jedenfalls sagt, dass es ihr Land sei und sie deshalb auch nicht auf des Okay des WWF angewiesen seien, der natuerlich versucht, das zu verhindern. Die spanische Firma begruendet ihren Plan damit, dass es viel besser sei, das Jagen kontrolliert zu gestatten, als den illegalen Trophaeenjaegern freie bahn zu lassen…

Geh jetzt auch mal jagen… warme Klamotten fuer Peking… soll ja -5 Grad haben grade…

Bis bald

Steffi