Halong Bay

Dezember 5, 2007

Ja, ich hab bekommen, was ich gebucht habe… und freundlich waren die vietnamesischen Guides auch… nur Fruehstueck haben sie auf der Hinfahrt gegen nen Besuch in ner Toepferei getauscht… Hat denen denn niemand gesagt, dass ich ohne Fruehstueck ziemlich ungehalten sein kann? Ich war nicht allein mit dem Beduerfnis und so haben wir sie quasi gezwungen, unterwegs nochmal zu halten. :-) Mmh, lecker, plastikverpackte Matschbroetchen mit gruenem Zeug drin… Na, zugegeben, ein Fruehstuck war nicht inklusive und so war es ein netter Kompromiss. Dass die das Boot mit einer Person ueberbucht (ja, ubernachten auf nem Boot ist immerwieder sehr nett!) haben und ich zu dritt mit den beiden Schwedinnen in nem zusammengeschobenen Twin-Bed und nem Bettlaken als Kopfkissen geschlafen habe, zaehle ich nun zu den ueblichen Vietnam-Ueberraschungen. Gut daran war, dass wir seit Suedostasien den ersten wirklich trinkenswerten Wein (auch, wenn er weiss war) als Entschaedigung bekommen haben. Die verkaufen den immerhin fuer 10 $, d.h., der kostet im Einkauf bestimmt 5$ und wenn man die Relation nach Europa sieht, ist er durchaus vergleichbar mit einem guten deutschen 2,50 Euro- Aldi-Wein. ;-)

Halong Bay selbst ist genau so schoen und beeindruckend, wie ich mir das vorgestellt habe… und das konnte ich auch mit ca 1000 anderen Touris geniessen. Weil es bewoelkt war, waren dann auch die Lichter der Boote auf dem Meer eine gute Entschaedigung fuer den verdeckten Sternenhimmel (und das ist jetzt nicht mal ironisch gemeint!).

Vielleicht schaffe ich’s, ein paar Fotos hochzuladen in den naechsten Tagen. Bilder sagen da wirklichmehr als Worte.

Sehr cool war auch die Kayaktour, die ich mit Clydem dem netten Suedamerikaner zusammen gemacht habe. Neben dem gewonnenen Rennen mit den beiden Schwedinnen gab es noch ein weiteres Highlight. Stellt Euch die unzaehligen gruenen Hubbel im Wasser vor. In einem ist ein Loch, man paddelt durch und ist in einer Art Open-Air-Grotte, die 50 m breit ist. Man hoert nichts, ausser den Voegeln und ein paar Wassergeraeuschen… Grandios!!!

Die Schwedinnen und den Suedamerikaner musste ich leider zuruecklassen, weil sie noch ne Nacht geblieben sind, waehrend ich mich gleich schon in den Nachtzug ins Bergdorf Sapa mache. Dort werde ich dann morgen wohl bei ner einheimischen Familie uebernachten (nennt sich „homestay“ und ist sicher touristischer, als ich mir das wuensche, aber bestimmt besser, als ne Nacht in nem 3 Sterne-Hotel… Das kaeme ja nem Kulturschock gleich ;-) )

Wie das dort mit Internet aussieht, weiss ich nicht, deshalb hier mal grob meine Eckdaten, damit der Suchtrupp ggf. mich besser findet:

am 8.12. komme ich morgens frueh mit dem Nachtzug aus Sapa zurueck nach Hanoi.

am 9.12. fahre ich morgens mit dem Bus nach Nanning (China)

bleibe entweder ne Nacht oder fahre, wenn moeglich, gleich mit nem Nachtzug- oder Bus nach Guangzhou, das ne Art Millionenvorstadt vor Hong Kong ist.

Obs dann mit dem Flieger direkt nach Peking geht oder ich doch mit dem Zug fahre, entscheide ich nach Restzeit und Laune.

Zeit ist ein entscheidender Faktor, denn ich habe tatsaechlich nen Rueckflug! Und den nehm ich auch, versprochen: am 22.12. von Peking nach Frankfurt.

Man hoert boese Dinge von China… „Die respektieren keine Frauen, die sprechen kein Englisch, die glotzen einen an, ist anstrengend, durch das Land zu reisen, die Staedte sind voll…“ … na, ich werd mir ne Checkliste mit jedem Punkt machen  :-)