Let’s tube again…

Oktober 31, 2007

…tja, ich koennte …copy-paste… dasselbe wie vorgestern schreiben… ich koennte aber auch sagen, dass es genau zwei Moeglichlkeiten gibt, aus Vang Vien weg zu kommen. 1. Wir lassen uns kidnappen und 2. wir tuben so lang, bis es uns zum Hals heraushaengt (letzteres kann aber ne Weile dauern… kann irgendjemand herausfinden, ob man in irgendeinem Land ne Rente oder Sozialhilfe bekommt, wenn man bis 65 nie gearbeitet hat, sondern nur tuben war? Da wuerde ich dann danach hingehen).

Ich glaube, ihr koennt Euch im Ansatz vorstellen, dass wir mal wieder nen ziemlich coolen Tag hatten! Deshalb lass ich jetzt noch ein paar Bilder sprechen und treffe dann die nette Amerikanerin, die wir mit zum Tuben genommen haben. :-)

Also, das ist die Karre, die uns und die Tubes 10 km flussaufwaerts transportiert:

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wenn die Tubes, wie heute, nicht auf dem Dach, sondern auf den Sitzbaenken gelagert werden, dann kann man auch luftig komfortabel, wie ein Tube, auf dem Dach gefahren werden. :-)

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oder aber sich innnen wie ein Tube fuehlen (und die mit dem roten Cap ist Krisie, die nette Amerikanerin, die ich vielleicht noch heute sehe, wenn der Computer schnell genug laedt…)

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der Drybag mit dem Drybagman… man achte auf den diagonalen „Drybag-Streifen“ von Vorgestern!)

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und ich… haeng da mal so rum…

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der will doch nur spiel’n

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ich haeng da nochmal rum…

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Noch Fragen ??? Spass!!!


Hanoi

Oktober 30, 2007

Hanoi ist die lauteste, vollste und unkoordinierteste Stadt die ich kenne!!! Das ist der Wahnsinn hier und auch Nachts scheint sich das nicht zu aendern. Aber vielleicht mal der Reihe nach. Wir sind vorgestern von Da Nang, in der Naehe von Hoi An nach Hanoi geflogen. Der Flughafen in Da Nang, ein reiner Inlandsflughafen soweit ich das richig weiss, ist kleiner als der Neusser Busbahnhof und wirkt ungemuetlich und eben nicht wie ein Flughafen. Es gibt eine Wartehalle fuer alle 4 (!!) Gates und die Plastikstuhlsitzreihen sind mit Staenden umsaeumt die an einen schlechten Flohmarkt erinnern. Die Stewardessen von Vietnam Airlines sind die ersten die ich in meinem Lbene gesehen habe die nicht laecheln. Die eine hat so gelangweilt und abgeschmackt geguckt und gegaehnt, dass man wusste: wenn der Flieger abstuerzt, wird sie ausschliesslich sich selbst retten. Das Flugzeug war riesengross und, da es sich um einen ganz normalen Abendsinlandsflug handelte der nur eine Stunde dauert, weniger als halbvoll. Trotzdem gibt es natuerlich immer die Leute die einen darauf hinweisen, dass man auf dem falschen Platz sitzt. Knut und ich haben uns bei dem schoenen Tag am Strand leider einen Sonnenstich zugezogen. Dementsprechend schlecht ging es uns. Wir konnten nicht essen, haben uns fiebrig gefuehlt und ich hatte die Spucktuete aufgeklappt griffbereit in der Hand. Gegen 23h sind wir, total fertig, gelandet. Der Fahrer des Minibusses der alle Reisenden in die Innenstadt faehrt hat uns beschimpft weil unser Geldschein so alt aussah. Mit den Menschen hier ist es wirklich nicht schoen.

Wir sind dann irgendwann in einem ganz guten Hostel angekommen und haben ganz lange ausgeschlafen. Am Vormittag sind wir dann langsam aufgestanden und haben uns rausgewagt. Mir wurde schoan anders, als ich die unzaehligen Verkehrsmittel direkt vor der Hoteltuer habe vorbeirauschen sehen. Die Buergersteige sind hier alle so voll gestellt, dass man auf ihnen nicht wirklich gehen kann. Ampeln werden hier nicht beachtet, Fussgaengerueberwege natuerlich auch nicht und alles was hinter einem sein koennte sowieso nicht. So wird hier vollkommen ohne Anzeichen und ohne Verkehrsregeln wild ausgeschert und ueberholt. An einigen Strassenuebergaengen haben wir lange gestanden um uns dann zu trauen einfach drauf los zu gehen und zu hoffen, dass alle um uns rum fahren. Gesundheitlich ging es mir immer noch schlecht und auch schlechter als Knut. Unsere Sightseeingtour haben wir waehrend einer Tempelesichtigung abgebrochen und sind mit einem Taxi zurueck zum Hotel gefahren. Leider hat das Taxi uns an einer etwas anderen Strasse rausgelassen und wir haben unser Hotel nicht sofort gefunden. Ich war aber so schwach und mir war so schlecht, dass ich in einem Huaseingang gewartet habe und Knut das Hotel gesucht und mich dann abgeholt hat. Den Rest des Tages habe ich geschlafen. Knut war noch zwei mal draussen und hat mich mit allem versorgt, was ich brauchte.

Heute geht es mir schon viel besser. Leider wird mir regelmaessig nach dem Essen so schlecht, dass ichmich fast uebergeben muesste. Trotzdem hatten wir ein schoenes Mittagessen und eben einen sehr, sehr schoenen spanischen Abend. Heute Nachmittag, nachdem wir das Mausoleum in dem Ho Chi Minh liegt anschauen wollten (wird leider gerade renoviert) und etwas durch die Stadt gelaufen sind, habe ich ich wieder stundenlang hingelegt. Jetzt geht es mir wirklich besser und wir haben, wie gesagt, sehr gut spanisch gegessen und uns fuer die naechsten zwei Tage eine Tour durch die Halong Bay gebucht. Bin froh, hier aus der Hektik rauszukommen. Vom Strassenaufbau, von den Gebaeuden und vom See in der Stadt waere Hanoi gar nicht schlecht. Die Menschen, und dann noch in dieser Menge, machen es halt nicht so schoen. Selbst die Verkaeufer in den Laeden sind so unfreundlich und unmotiviert, dass wir hier einfach nichts kaufen. Auch von den Ciclo oder Motofahrern muessen wir uns beschimpfen lassen, wenn wir nicht mit ihnen fahren wollen. Ich verstehe ueberhaupt nicht, wie ein ganzes Volk relativ durchweg so sein kann. Fuer Deutschland werde ich mir das merken. Es faellt naemlich letztlich auf das Land zurueck. Wenn ich die Regierung waere wuerde ich ja eine Charmingkampange starten. Warum es hier ueberwiegend Motorollertaxis oder Fahrradrikschas, jeweils fuer eine Person, gibt  verstehe ich auch nicht. Was ist denn, wenn man mit seinem Freund oder einer Freundin oder einfach so zu zweit etwas besichtigen will? Muss man dann immer hintereinander herfahren. Nicht wirklich Touristenfreundlich. Auch die Angewohnheiten alle Geraeusche mit dem Mund moeglichst laut zu machen find eich schlimm. Im Flieger hatten wir einen Geschaeftsmann neben uns sitzen der sich dermassen laut schmatzend mit einem Zahnstocher im Mund rumgefummelt  hat und dann seinen Schleim einmal hochgezogen hat, dass uns noch schlechter wurde als uns eh schon war. Jetzt habe ich mich gefragt, wer richtiger ist: wir Westlichen, weil irgendjemand mal bestimmt hat, dass solche Geraeusche bei uns als unhoeflich gelten oder die Menschen hier in den Laendern die einfach machen wonach ihnen gerade ist. Erst war ich mir nicht sicher, bin ich aber zu dem Entschluss gekommen, dass wir richtiger sind. Wenn jemand neben mir, wenn ich lese, schlafe oder esse solche unueberhoerbaren Geraeusche macht oder neben mir auf die Erde spuckt, dann greift er doch in mein Leben ein. Denn ich bin angeekelt und gestoert. Wenn er den Zahnstocher jedoch leise benutzen wuerde (was ja durchaus machbar ist)  oder einfach um die Ecke geht um zu spucken, hat er keine Einbusse und ich bin nicht gestoert. Also denke ich, wir sind „Richtiger“ mit der anerzogenen Ruecksichtnahme auf unsere Mitmenschen.

Das mal so nebenbei :-) Heute habe ich Knut uebrigens die Haare geschnitten. Ja! Christina S. wird jetzt zurecht denken, er haette jetzt keine mehr, aber es ist ganz gut geworden und wir haben viel gelacht. Ich habe auch nur hinten und an den Ohren ein Stueck mit der Nagelschere abgescnitten, hinterher alles weggefoehnt und ihm den kleine Spiegel aus meinem Waschbeutel zur Begutachtung gereicht. Knut ist zufrieden und ich bin es auch. Auch wenn ich weiss, dass ich mich vorne nicht rantrauen wuerde.

 So, genug gequatscht fuer heute.

Lieben Gruss,

Marcella


…und das Motorrad MUSS mit!

Oktober 30, 2007

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De Zoch kuett!

Oktober 30, 2007

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Kneipentour war gestern, heute ist Bar-Tubing!

Oktober 30, 2007

Ja, da hat der Knut mal Recht! Tubing ist der Oberburner! Da sitzt (oder haengt oder liegt)  man in nem Traktorreifen (vielleicht sind es ja auch Busreifen… davon gehen ja zumindest genug kaputt…) und laesst sich vom Fluss treiben. Um einen herum wunderschoene Bergkulisse, der Fluss hier (gottseidank) zumindest optisch sauberer als der immer-braune Mekong.

Das Konzept ist einfach: Man nehme

-einen eben beschriebenen Reifenschlauch, pumpe ihn voll Luft, repariere ggf. die kaputten Stellen… und das immerwieder

-einen Fluss, der an den richtigen Stellen tief genug ist (warum, dazu gleich mehr)

-ein Ufer, an das man in mehr oder weniger regelmaessigen Abstaenden ne Bar stellt

-Bar-Jungs, die einen mit Bambusstangen und Seilen ans Ufer ziehen

-Alkohol in jeder Form

-Freispruenge bei Bestellung eines Getraenkes von Holz-Bambus-Konstruktions-Sprungtuermen, von denen man sich dann mal lianenartig mal mit einer Seilwinde aus unterschiedlichen Hoehen in den Fluss stuerzen kann. (und dafuer muss er eben tief genug sein)

-und.. natuerlich… und das ist neben den deutschlandtypischen Buerokratiehuerden ein wirklich hinderlicher Grund, das ganze in Deutschland aufzuziehen… leider!… eben: taeglich tropische Luft und Wassertemperaturen!

Ganz grosser Spass!!! Ganz ganz grosser Spass! Was soll ich mehr sagen? Das war jedenfalls gestern. Seit dem sind wir ziemlich sicher, dass wir hier dann auch noch laenger als eine weitere Nacht bleiben. :-)

Heute Morgen haben wir mal getestet, was an dieser Ich-schaue-“Friends“-in-einer-Bar-waehrend-dem-Fruehstueck-und-koennte-den-ganzen-Tag-so-verbringen-Sache dran ist. Denn in den Bars hier haengt ueberall ein Fernseher un irgendwann hat einer angefangen „Friends’ zu zeigen. Das lief wohl so gut, dass das nun alle machen und zwar den ganzen Tag! Man geht an den Bars vorbei und hoert entweder diesen mittlerweile fuer cool befundene „Friends“Song oder eben die Lachmaschine zwischen den Szenen. Nach fast zwei Stunden rumchillen haben wir erstens die Serie fuer cool befunden und zweitens auch das Dauerglotzen fuer nachvollziehbar empfunden. Sind dann aber trotzdem mit dem Motorrad durch die Gegend gefahren (die ja, ich erwaehne es gern nochmal, einfach umwerfend schoen ist). Wollten uns ein paar Hoehlen anschauen. Um dorthin zu gelangen, musste man den fluss mit einem Boot ueberqueren, also gerade mal 10, vielleicht 15 Meter. Der Bootsmann hat wohl den Touridollar in den Augen gehabt. Der wollte von jedem von uns 1 US$, das ist der absolute Obernapp! Schade, dass manche Laoten es so uebertreiben mit der Touristenmelkerei. Hin haben wir beide bezahlt… wir sassen auch schon im Boot und waren in der Haelfte des Weges, war ja auch nicht weit, als wir den Preis erfuhren. Zurueck hab ich dann unsere Sachen genommen und Stephan ist geschwommen. Da hat der Bootsmann dann wenigstens den von uns angebotenen aber abgelehnten halben Preis bekommen. Soviel Stolz muss sein.

So, morgen koennte man z.B. nochmal tuben gehen… wer weiss, ob die Gelegenheit so schnell wiederkommt? ;-) … und das ist eine preislich vertraegliche Touristen-Aktion.

Liebe Gruesse

Steffi


Grosser Preis von Laos…

Oktober 28, 2007

… da ist der Startschuss gefallen… der Bus setzt sich in Bewegung… doch was ist das… es sind gerade 5 Minuten gefahren und schon der erste Boxenstopp…

das sieht nach einer kalkulierten 3 bis 9-Stopp Strategie aus! Nun der erste Reifenwechsel (wie gut, dass der Bus seine Mechanikercrew gleich mit dabei hat)… man hatte wohl nicht bedacht, dass Slicks mittlerweile verboten sind, da nehmen wir doch lieber den guten alten Runderneuerten… auf dass der wenigstens haelt. Weiter gehts, er hat ja auch nur gute 10 Minuten verloren…

Das rechtfertigt den naechsten Stopp nach weiteren 10 Minuten… klar, tanken! (Das ist der Nachteil gegenueber dem Booxenstopp, da hat man zwar nicht die Crew im Bus, kann aber neben dem Reifenwechsel gleich tanken… na, man kann nicht alles haben… auch keine Zapfsaeulen an Tankstellen… Das heisst, die Zapfsaeulen gabs schon, aber trotzdem ist es ja netter, einen 100 Liter-Tank ohne Druck 5-Literweise aus dem Fass zu befuellen… weitere 15 Minuten Stopp…

Aber jetzt… wir fahren weiter… und… richtig… nach 15 Minuten der naechste Stopp. Wieder ein Reifen?!?… Nein, da muss ja noch das Motorrad auf den Bus (und ja, es war ein richtiger Omnibus!). Gut, dass die Crew nicht nur Reifenwechseln kann, sondern auch Motorraeder auf Busse heben!… Hat auch nur 5 Minuten gedauert…

Nach weiteren 20 Minuten nur ein kurzer Brake, um zwei Menschen einzusammeln (dabei haben wir schon nicht den „Public“- sondern den „VIP“ Bus genommen! Der „Super-VIP“ war zu teuer … das ist wohl sowas wie ne Busklassen-Inflation)

Ganze 90 Minuten sind wir dann durchgefahren, bis, ja bis einer der „Crew“ nach hinten lief, der Bus stoppte, der hinten eine Klappe zum Motor oeffnete, der Fahrer ein wenig im Getriebe ruehrte und dann schliesslich den ersten Gang fand… Braucht man ja auch eher selten im Gebirge.

Der naechste Stopp war… einfach so… nach 3 Stunden, was eigentlich Halbzeit sein sollte… kurz nach einem Dorf, mitten in einer Kurve… Maennerpinkelpause… na gut

Irgendwann spaeter dann nochmal diese Wir-suchen-den-ersten-Gang-Aktion

Dann, wir befanden uns wirklich langsam in eben diesem ersten Gang und wurden vor einer Kurve (fast) von einem Pick Up ueberholt. Der hat auch brav, wie man das so macht vor ner laotischen Kurve, gehupt. Dummerweise kam ein sonores Gegenhupen gefolgt von einem Bus. Eingeschuechtert blieb der Pick Up stehen und wollte sich hinter uns wieder einordnen. Wir waren leider zu langsam, der entgegenkommende Bus zu schwer, um rechtzeitig zu bremsen, so ist der dann seitlich in den Pick Up rein. Fieses Geraeusch! Niemand verletzt. Passiert wohl mal. Also weiter.

Am Rand eine Huette mit der Aufschrift „Polizei“. Wir wurden angehalten. Nach einigem Rumstehen bauten sie dann drei grosse Kisten vom Dach. Standen noch weiter ein bisschen rum (auch so, VIP bedeutet nicht, dass es eine Klimaanlage gibt, die gibts nur im Super-VIP, dann aber mit Klo.) Nach ner Viertelstunde gings weiter.

Jetzt waren wir etwa 5 Stunden und 180km unterwegs, da kann man dann schon mal 20 Minuten an ner groesseren Garkueche halten. Endlich, ne Toilette, was zu essen und WASSER! (in Thailand waere das zum Vergleich der erte und einzige Stopp gewesen)

Der letzte unplanmaessige Stopp war auch nur kurz, haette aber fast einem Kalb das Leben gekostet. mittlerweile waren es gar keine Kurven mehr, der Fahrer hatte das Tier schon gut 500 m im Blick, aber bremsen muss man ja erst, wenn man’s schon beruehrt hat… Es hat sich aber gluecklicherweise nur gut erschrocken, also, alles gut (bloss die Erkenntnis, dass laotische Busfahrer eine Reaktionszeit haben, die in Minuten und nicht in Millisekunden gemessen wird)

So, und schon waren wir in Vang Vieng! So schnell kanns gehen.

Abschliessend muss ich besaenftigenderweise zugeben, dass die Landschaft hier der Knaller ist! Das muesst ihr mir jetzt einfach glauben, denn fuer ne ordentliche verbale Beschreibung sind drei Minuten zu knapp, die bleiben mir naemlich jetzt noch.

Bis bald und liebe Gruesse

Steffi


DAS koennen die Buddhisten definitiv besser als wir!

Oktober 28, 2007

Boah… ;-) Wat fuer’n Fest! Von einem Tempel zum anderen sind die prozessiert. Na gut, ich fang vorn an. Der Grund, warum wir so L(u)ang in diesem Ort geblieben sind, war ja eigentlich dieses Bootsrennen, das ein riesiges Fest sein sollte. Selbiges fand ja dann aber doch an etwas abgelegenerer Stelle statt. Wie sich dann herausstellte, ging es bei dem Hauptfest aber nicht um das Boot-Race, sondern um das Ende des buddhistischen Jahres. Diese Feier hat dann tatsaechlich auch gestern Abend ihren Hoehepunkt gefunden. Die gesamte Hauptstrasse des Ortes war von den Bewohnern mit Kerzen und Lampions geschmueckt worden… und hey, hier wartet man nicht bis Mitternacht, hier boellert man einfach los. Man kann gar nicht sagen, dass es um bunt und gross ging, es ging dabei viel mehr um je lauter, desto gut … egal, ob auf der zuvor gewaehlten Knallfrosch- (oder auch Chinaboeller… die, die nicht nur ein Fiepen im Ohr erzeugen, sondern bei mangelndem Abstand auch ne kleine Druckwelle) flugbahn Menschen laufen oder Motorraeder oder Menschen auf Motorraedern in Polizeiuniform… Hoehepunkt des Abends war der Zug um halb 8 (und die haben sogar puenktlich angefangen!) von unzaehligen Fussgruppen mit ihren aus Kerzen, Bambus und Papier gebauten, kunstvollen Booten. Es war eine Mischung aus Carneval in Rio, Karneval in Koelle, Fastnacht im Schwarzwald (hab ich mir so sagen lassen) und Sankt-Martins-Prozession. Unglaublich beeindruckend war’s! Der Zug ging also einmal laengs der Hauptstrasse von einem Tempel zum anderen und dort haben sie dann ihre kunstvollen Gebilde zu Wasser gelassen. Die sind dann zusammen mit noch unzaehligeren Kerzen den Mekong runtergeschwommen. Auf der Strasse blieb dann noch bis etwa 11 ein groesseres Strassenfest zurueck. Die Laoten sind ja da ziemlich diszipliniert, was „Sperrstunde“angeht. Laenger als 12 hat dann aber auch wirklich nichts auf. Demnach sucht man in ganz Laos auch vergeblich so etwas wie Discos und Nachtclubs (wenn man denn sucht).

Wir waren schwer begeistert von diesem Fest! Wenn Ihr mal zufaellig Ende Oktober zu Vollmond in Luang Prabang seid (kann ja alles sein!) Goennt Euch dieses Spektakel, aber nehmt Oropax mit!

So, und, weil die heutige Busfahrt ein Extrathema wert ist, gibt’s noch nen Bericht


Tag am Meer

Oktober 28, 2007

Heute hatten wir einen wunderschoen Tag am Strand. Nach dem Fruehstueck haben wir uns eine Handegepaecktasche fuer all unsere geschneiderten Sachen gekauft, alles zusammengepackt, ausgecheckt uns ein Fahrrad geliehen und sind zum 4 km entfernten Strand gefahren. Ein Traumstrand!! Erst geht man durch einen Palmenguertel durch und ist dann einfach auf freier Sandflaeche. Der Sand ist weich und heiss und sauber und einfach schoen. A, ganzen Strand liegt kein Muell rum, obwohl auch keine Muelleimer da stehen, es gibt anstatt Strandbars nur kleine Sitzgruppen aus Plastikstuehlen unter den Palmen und viele Leute waren auch nicht da. Es war wirklich wunderschoen!! Wir sind eine ganze Weile total begeistert in den Wellen rumgesprungen. Mal getrennt, mal an der Hand haltend, mal im hocken, mal rueckwaerts. Die Wellen waren teilweise so 1,5m hoch. Das ist hoeher als ich :-) Manchmal haben sie ich richtig umgerissen oder so schnell den Sand unter meinen Fuessen weggespuelt, dass ich ebenfalls kaum stehen konnte. Aber es war ausgelassen und hat Spass gemacht. Ich, als bekennender und leidenschaftlicher Zoutelandefan, kenne ja eher nur weiche Plitschwellen die einem muede ueber die Fuesse schwappen. Das heute war anders und toll! Zwischen den Gaengen ins Meer haben wir auf meinem grossen blauen Tuch gelegen, Cola und Wasser getrunken, vietnamesiche Suessigkeiten gefuttert und gelesen.

Nach einem abschliessenden Coconutshake haben wir uns dann Stunden spaeter wieder auf unsere Raeder geschwungen und sind zurueck in den Ort geradelt. Gleich gehen wir was essen und warten dann aufs Taxi das uns zum Flughafen bringt.

Bis vielleicht morgen aus Hanoi,

Marcella


Don’t rip me!!

Oktober 27, 2007

Hier machen wir nicht viel mehr als bummeln, schlafen, lesen und staendig von einem Schneidertermin zum anderen laufen. Jetzt sind wir aber durch, denke ich und goennen uns morgen einen Tag am Strand bevor wir Abends nach Hanoi fliegen.

 Gestern hatten wir einen sehr schoenen und romatischen Abend an dem fuer uns authentischsten Ort von Hoi An. Von dem kleinen Tisch in dem Restaurant konnten wir Wasser sehen, was den Fluss hier darstellt, einen Schneider, einen Souvenirladen, spielende Kinder und ein altes, gelbes Kaufmannshaus. Das Wasser war nur ein bischen der Fluss. Eher war es Hochwasser das uns fast ueber die Fuesse schwappte. Aber es war sehr schoen. Wir haben lecker und guenstig gegessen, nett mit dem Inhaber des Lokals geredet, einige weiter Gaeste ins Restaurant geholt und ich habe ganz nett mit dem drei Monate alten Hund des Inhabers gespielt. Erst war er am anderen Ende des Lokas an der Leine und ich habe auf dem Weg zur Toilette mit ihm gespielt. dann hat der Besitzer ihn losgelassen und er ist dirket auf mich zu gerannt (also der Hund, nicht der Besitzer) und auf meine Schoss geklettert. Das war so suess :-) ) Ja, schoen gespielt haben wir. Knut hatte mich da anscheinend so lieb, dass er mir ein Armband von einem vorbeikommenden Strassenverkaeufermaedchen gekauft hat. Das fand ich nett.

Jetzt haben wir schon wieder gut gegessen und kuemmern uns gleichmal um unser neu zu verstauendes Gepaeck. Ich denke, dass wir um die 10 kg verarbeiteten Stoff irgendwie verstauen muessen. Bin gespannt.

Menschlich wird es hier uebrigens immer schlimmer. Kein Mal hat die Rechnung im Restaurant oder imInternetcafe gestimmt. Kein Mal gab es ein Entschuldigung. Bis jetzt haben wir fast jedesmal zu wenig Geld wieder bekommen und auch da gab es keine Entschuldigung. Und der Strassenschuster der Knuts Flip Flops geklebt hat, hat so viel Geld genommen, dass er sich neue haette kaufen koennen. Teilweise sind die hier so dreist, dass wir uns fuenf Minuten spaeter immer unglaeubig anschauen. das ist wirklich unglaublich! Trotzdem sind so viele Touristen und vor allem Familienurlauber und Reisegruppen hier. Ich verstehe das gar nicht.

 Wir bemuehen uns tapfer weiter uns nicht ueber den Tisch ziehen zu lassen!!

Lieben Gruss,

Marcella


Wer ist groesser?

Oktober 27, 2007

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