Hier auf Ko Tao ist es wirklich schoen. Durch den Meerwind ist es nicht ganz so heiss, das Essen – gut, wir waren immer nur in einem Restaurant – ist sehr lecker und die Straende und die Ausblicke sind wirklich schoen. Am ersten Abend haben wir noch etwas am Strand gesessen und aufs Meer geschaut. Die Wassertemperatur ist uebrigens genauso warm wie die Luft. Zumindest merkt man keinen Unterschied, wenn man ins Meer geht. Von den Holzliegen aus auf denen wir sassen haben wir einen Feuerschlucker gesehen der einige Resorts weiter etwas rumgespuckt hat. Knut und ich wollten mal dort vorbeigehen und haben eine ganz nette Strandparty entdeckt. Die Leute da waren alle schon sehr betrunken, aber die Stimmung war schoen und wir haben getanzt und Bloedsinn gemacht nachdem wir Steffi und Stephan auch zu der Party geholt haben.
Die Nacht war wirklich nicht schoen. Der Ventilator quietschte bei jeder Bewegung und Knut hat mehrmals, erfolglos, versucht ihn zu reparieren. Als wir dann trotzdem geschlafen haben habe ich ploetzlich einen Gekko ganz dicht bei mir am Kopf gehoert und sass senkrecht im Bett. Dann hat Knut ganz viele Muecken gehoert und wurde fies gestochen und hat daraufhin noch einmal versucht den Ventilator zu reparieren. Hat aber nach wie vor nicht geklappt. Ich war daraufhin aber so wach, dass ich die Muecken dann auch gehoert habe. Als ich irgendwann, mit dem Schlafsack bis ueber die Haare, eingeschlafen war, hat Knut mich gefragt, ob ich Kekse haette. „Wofuer um alles in der Welt brauchst Du bitte mitten in der Nacht meine Kekse??“ Die Kekse lagen, in einer Plastiktuete verpackt auf meinem Rucksack der auf dem Boden lag. An dieser Tuete hatte sich wohl eine Maus zu schaffen gemacht. Knut hat die Tuete weggeraumt, die Maus ist aber nicht weg gegangen. So ist Knut nochmal aufgestanden und hat die Kekse auf den Balkon gelegt. Als wir dann endlich wieder ruhig im Bett lagen sass ein lautstarker Gekko in Knuts Rucksack und hat uns wach gehalten. Also ich sag mal, gut geschlafen habe ich nicht.
Als wir dann irgendwann gegen 11 h aufgestanden sind, habe ich gesehen, dass diese gemeine Drecksmaus bei drei meiner Unterhosen fein saeuberlich das Stueck das genau am Schritt ist rausgebissen hat. Und zwar ausschliesslich bei den gebrauchten Slips. Ist das nicht unglaublich?? Die bloede Kuh!! Ein Slip war ganz weg. Die drei anderen habe ich mal auf dem Boden liegen gelassen um sie spaeter noch zu fotografieren.
Wir sind dann fruehstuecken gegangen, haben uns informiert wie wir am naechsten Tag von hier nach Bangkok kommen und haben uns ein Quad gemietet mit dem wir was ueber die Insel gefahren sind. So ein Quad fuehlt sich gar nicht so stabil an, wie man auf den ersten Blick meint. Es lenkt sich auch nicht mal eben so leicht und so war ich froh, dass Knut erstmal gefahren ist und ich mir das ganze hinter ihm sitzend mal ein bischen anschauen konnte. Wirklich wohl habe ich mich erstmal nicht gefuehlt. Wir waren an einem schoenen Aussichtspunkt und dann zufaellig an der gleichen Bucht an der Steffi und Stephan geschnorchelt haben. Von einem Paar das keine Lust mehr hatte weiter zu schnorcheln haben wir dann Flossen und Brille bekommen und so habe ich zum ersten Mal geschnorchelt. Das hat wirklich Spass gemacht obwohl ich mich am Anfang schon sehr konzentrieren musste meinen Atmen zu verlangsamen. Hand in Hand sind Knut und ich dann durch das Wasser getrieben und haben viele schoene, kleine Fische und tote Korallen gesehen. Das war wirklich schoen!
Wieder zurueck in unserer Huette musste ich dann zu meinem Entsetzen festellen, dass nun zwei der drei auf dem Boden liegenden Slips ganz weg waren. Diese perverse Maus. Das gibt es doch gar nicht, oder?!
Wir haben geduscht und unsere Rucksaecke neu sortiert und sind dann zu viert essen gegangen. Dabei ist mir urploetzlich so schlecht geworden und mein Kreislauf war wirklich ganz unten. Knut hat mich dann zureuck gebracht und wir haben stundenlang auf dem Bett gelegen und ich habe versucht zu schlafen. Das hat nicht wirklich funktioniert und wir haben uns auf den Balkon gesetzt als mir wieder ganz schlecht war und sind irgendwann an den Starnd gegangen, wo auch Steffi und Stephan sassen, und sind eine Weile ganz langsam da lang spaziert und haben wenn ich wuergen musste immer wieder angehalten. Passiert ist mir nichts und heute geht es mir wieder wirklich ganz gut. Keine Ahnung, was das war. Jedenfalls hatten wir wieder eine kurze Nacht.
Heute Nachmittag fahren wir dann mit Boot und Bus nach Bangkok, wo wir heute Nacht um halb eins ankommen. Heute Vormittag waren wir noch ein bischen Quad fahren und haben eine Weile am Strand gelegen. Das waren unsere Tage hier.
Die naechsten ein bis zwei Wochen wollen wir mal etwas getrennter von Steffi und Stephan reisen, damit sich jeder mal selber organisieren kann und man sich nicht so stark absprechen muss und um mal wieder etwas Abstand und anderen Input zu bekommen. Irgendwo werden wir uns dann aber wieder sehen und den Rest sicherlich gemeinsam machen.
Ich melde mich aus Bangkok wieder. Ganz liebe Gruesse,
Marcella