Land der Superlativen und Extreme

August 31, 2007

Wenn man den Lonely Planet liest, koennte man den Eindruck bekommen, dass die Autoren einen Preis dafuer bekommen haben, moeglichst viele Adjektive in den Superlativ zu setzen und diese sinnvoll im Buch zu verteilen… Kleines Beispiel allein fuer den heutigen Tag:

Heute wollten wir zu den Rawhiti Caves (nein „Rawihti“ ist noch kein maorischer Superlativ), aber diese Caves haben den groessten natuerlichen Hoehleneingang ganz Neuseelands. „Wollten“ bedeutet, dass wir dort doch nicht waren. Man konnte mit dem Auto nur 1,5 Stunden Fussmarsch an die Hoehle heranfahren… Ihr denkt jetzt sicher, dass wir dazu nach dem Marsch gestern nicht in der Lage gewesen waeren… waeren wir schon, aber wir waren auch nicht so boese, dass es keinen Sinn machte. Mit einer ordentlichen Wegbeschreibung haetten wir das sicher auch gemacht, aber an der Info-Site in Takaka sass der umstaendlichste (hey, und das war jetzt ein superlativ!) Mensch, den ich bisher kennengelernt habe… Anstatt sich auf rechts und links und Schilder zu beschraenken, hat er uns zusaetzlich verwirrt mit “ yes, and after that turn you cross the river. Go through the barks. After that you see another crossroad. Don’t miss to turn right. If you miss it, you’ll walk a lot longer…“ und das waren nur die ersten 500m… Da wir noch andere Lonely Planet Superlativen sehen wollten und fuerchteten, den ganzen Tag verlieren zu koennen, sind wir dann zu einer Quelle gefahren, die auf dem Weg zur Golden Bay, die wir so oder so entlangfahren wollten, abgebogen… Und hier die naechste Superlative: Das Wasser dieser Quelle hat das klarste und sauberste Wasser nach dem unter der antarktischen Eisdecke! Na, beeindruckt? … Wir schon! Gar nicht mal wegen des Vergleichs, sondern eher von der Schoenheit. (Vielleicht werden das… nun wirklich bald… ins Netz gestellte Fotos wiedergeben koennen) Wenn ich an deutsche Quellen denke (gut, ich kenne genau zwei-einmal die Donauquelle und dann die eines winzigen Baches in der Naehe meiner Heimat), dann sind die eben entweder winzig, oder eingezaeunt und brunnenaehnlich. Diese hier war riesig (geschaetzte 30×30m) und in freier Natur, lediglich begraenzt von Baechen und Holzwegen. Man durfte nicht mal in Kontakt mit dem Wasser kommen, um nicht eine Verschmutzung oder „Infektion“ mit boesen Algen oder Chemikalien zu verursachen… Grossartiger Fleck Erde!

Der Weg an der Golden Bay (wir sind uns immernoch nicht sicher, ob die den Namen wegen goldfarbener Sandstraende oder wegen einstiger Goldgraeber traegt) war nett (okay, ich hoffe wir sind nicht schon verwoehnt von all den Superlativen…), aber eher lang als super. An der noerdlichen Spitze der Suedinsel wollten wir dann einen Hillwalk starten, der aber nicht wirklich auf begrenzten Wegen, sonder vielmehr ueber Grashuegel (ordentlich steil und hoch waren die) fuehrte, die als Weide fuer Schafe mit Laemmchen dienten. Die schienen uns nicht besonders freundlich zu finden und sind mehr oder weniger panisch geflohen. Wollte man nett wein und ihnen ausweichen, traf man auf wieder andere… Marcella haette so gern eines der Laemmer gestreichelt. Die haben aber nur gebloekt und sind dann… na eben auch weggerannt… Wir haben uns dann aus Mangel an genauer Wegrichtung entschlossen, doch keinen Hillwalk zu machen und sind zur naechsten moeglichen Superlative gefahren… Dem groessten bekannten Hoelensystem der suedlichen Hemisphaere… Um davon mehr zu sehen, haetten wir in das zweitgroesste Naturschutzgebiet Neuseelands fahren muessen, was mit dem Auto verboten war und zu Fuss vier Tage gedauert haette.

Also haben wir beschlossen, uns selbst ne Superlative zu goennen und wollten einen eintaegigen Paragliding-Kurs machen. Leider war das fuer morgen nicht moeglich. Da wir dann lieber weiterfahren wollten, um morgen naeher an Keikura zu sein (dort kann man Walewatchingtouren buchen und wiederum „in Hoehlen Gollum spielen“ (Lonely Planet), haben wir noch kurz einen netten Sonnenstop an einem huebschen Strand auf der Rabbit Island gemacht und sind nun in Blenheim, das noch 168km von Keikoura weg ist, also morgen frueh gut machbar, ohne einen halben Tag zu verfahren…

Da Christian extra mit dem Wein auf mich wartet, bis ich hier zuendegetippt habe, beeile ich mich ein bisschen und schick nur schnell mal wieder liebe Gruesse an alle.

Steffi


Viel Fahrerei durch den Norden

August 31, 2007

Die Muscheln von gestern sind uns gut bekommen, auch wenn Christian sich anfangs etwas Sorgen darueber gemacht hat. Er war beim Muschel kochen wirklich unsicher. Zuerst haben wir eine Verkaeuferin im Supermarkt gefragt. Sie hat gesagt, dass die Muscheln nicht ganz mit Wasser ueberdeckt werden muessen. Es reicht, wenn sie durch den Dampf geoeffnet werden. So wollte ich es machen, aber Christian, der gar nicht mehr wusste, was die Supermarktfrau gesagt hat, wollte ganz viel Wasser in den Topf tun. Deswegen hat er noch einen alten Mann im Hostel gefragt, der ihm das Gleiche gesagt hat wie ich und noch einen Typen aus dem Hostel der auch das Gleiche gesagt hat. So haben wir es dann auch gemacht. Christian meint das gar nicht aus Misstrauen mir gegenueber oder boese oder so. Ich denke, er ist einfach so. Es ist eigentlich wirklich angenehm mit ihm. Er ist gleichsam freundlich und unauffaellig. Dem alten Mann wollten wir ein paar Muscheln angeben. Die hat er dann direkt aus unserem Topf gegessen, noch bevor wir ueberhaupt welche auf dem Teller hatten. Sehr merkwuerdig, aber aus Dank fuer die Muscheln hat er uns von seinen Pommes was abgegeben.

Nach dem Fruehstueck heute morgen wollten wir ja die Wanderung durch die Hoehle machen. In der naechstgelegenen Touristeninformation hat der etwas komische Mann den Weg zur Hoehle dann so erklaert: „Ihr fahrt da vorne, wo ihr das und das sehen koennt (er guckte dabei aus einem Fenster aus welchem wir aus unserer Position gar nicht schauen konnten) dann links, dann einen Bogen, vielleicht stehen da auch Schilder. Dann koennt ihr da euren Wagen abstellen, oder auch da (das war dann ganz woanders) und dann geht ihr durch die Absperrung und ueber den Paddock und dann muesst ihr nach bla bla bla ausschau halten. Der Weg vom Parkplatz bis zur Hoehle dauert 1 1/2 Std. In die Hoehle koennt ihr nicht weit alleine ran. Das ist zu gefaehrlich.“ Na danke!! Die Hoehle haben wir uns gespart und sind stattdessen zu der groessten Suesswasserquelle, abgesehen von der unter der Eisplatte in der Antarktis, gefahren. Das war so, so schoen. So klares Wasser habe ich wirklich noch nie gesehen. Die Enten machten wettschwimmen auf diesem See, ein kleiner Holzsteg ging mittendurch, wir waren ganz alleine und die Sonne schien. Das war wirklich der Knaller. Danach sind wir ganz an die Spitze der Suedinsel gefahren um da spazieren zu gehen. Der Weg fuehrte uns mitten durch eine grosse Schaafweide. Die Laemmchen und auch die aelteren Schaafe hatten Angst vor uns und sind bloekend weggelaufen. Dabei haette ich so gerne etwas mit den kleinen Laemmchen gespielt. Die wakeln so suess mit dem Schwaenzchen, wenn sie bei ihrer Mutter trinken. Ich habe mich auf diesem Schaafhuegel wirklich wohl gefuehlt. Wir sind den Weg dann aber nicht zu Ende gegangen, weil irgendwie kein Ende sondern nur viel Steigung in Sicht war. Stattdessen sind wir dann an einen Strand gefahren, haben auf einer Bank unser Mittagsbrot gegessen und sind dann weiter nach Nelson gefahren. In Nelson wollten Steffi und ich und hinterher auch Christian morgen einen Paragliding Kurs machen. Der Tageskurs haette 75 EUR gekostet und am Ende des Tages waer man schon alleine mit Funk geflogen. Leider haben wir, auch bei mehrmals anrufen, keinen bei diesem Veranstalter erreicht. So sind wir an der Ostkueste weiter Richtung Sueden gefahren. Morgen wollen wir naemlich nach Keikura zum Wale-Watching fahren. In diese Richtung wollten wir uns schonmal bewegen. Hier sind wir nun in dem einzig netten Hostel was wir in dem Ort gefunden haben. Es war auch nur noch ein Zimmer frei und so liegen Steffi und ich heute Nacht im Doppelbett und Christian im Kinderbett im gleichen Zimmer.

Letzte Nacht hatten Steffi und ich ein Zimmer mit Doppelbett fuer uns alleine. Leider konnte ich fast gar nicht schlafen. Ob es daran lag, dass das Bett mehr durchhang als einen Haengematte weiss ich nicht. Jedenfalls war ich um 1h wach und da man um aufs Klo zu gehen durch den ganzen Garten und das halbe Hostel gehen musste habe ich mich direkt angezogen und mich nochmal ans Internet gesetzt. Mein Bericht den ich Abends geschrieben hatte wurde naemlich nicht veroeffentlicht, da der PC sich aufgehangen hatte und irgendwie hat mich das gewurmt und ich haben ihn mitten in der Nacht dann nochmal reingestellt. Das naechste Mal war ich dann um 4h wach und habe mit Knut ein bischen sms geschrieben. Toll, einen Freund zu haben bei dem es 5 Std frueher ist und der immer mit mir spielt, wenn ich nicht schlafen kann :-)

Heute Abend, um mal wieder einen Sprung zum Tagesgeschehen zu machen, haben wir Nudeln mit Gorgonzola-Knoblauch-Kaese-Sauce gemacht. Leider war ausser draussen an dem Tisch neben dem Ablussrohr kein Platz mehr frei. Es war aber trotzdem nett … und lecker.

Ach ja, da es mir gerade einfaellt: Ganz am Anfang als wir in NZ das Auto hatten, hat uns auf einer Strasse ein groesserer Wagen sehr gedraengelt und wollte uns mit Lichthupe von der Strasse jagen. Ich fuhr 100 und auf der Strasse war auch 100 die Maximalgeschwindigkeit. Irgendwann bin ich rechts rangefahren und habe den Bloedmann vorbeigelassen der dann ein paar Kilometer auf dem Seitenstreifen stand und von der Polizei in die Mangel genommen wurde. Ein SEHR befriedigendes Gefuehl!! Das wuenscht man sich doch immer, oder?!

Das wars, fuer heute. Die ganzen Tip- und Rechtschreibfehler korrigiere ich uebrigens nach der Reise mal. Ich weiss, dass da einige sind. Aber teilweise haben wir hier Tastaturen ohne beschrifteter Buchstaben oder Buchstaben die haengen. Und ausserdem haben wir natuerlich immer nur begrentzt Zeit… und dann passiert der ein oder andere Fehler schonmal.

So, jetzt aber:

Liebe Gruesse,

Marcella


Kataloglandschaft

August 30, 2007

Zu allererst: Hallo Sebastian!! Wir haben uns sehr ueber Deinen Beitrag gefreut. Ganz bestimmt kommen wir auf einen Kaffe vorbei. Ich freu mich schon.

So, und jetzt zum Bericht:-) Gestern hatte ich noch vergessen, dass neben mir am Fruehstueckstisch ein Asiate sass der einfach mal genuesslich sein eines Bein angehoben hat und fett einen hat fahren lassen. Klar, das ist bei denen hoeflich, aber mir ist wirklich fast das Essen  hochgekommen. Anderes Land, andere Sitten!! Und dann wollte ich zu gestern noch schreiben, dass man hier ganz oft Regenbogen sieht. Gestern sind wir zweimal direkt neben dem Anfang eines Regenbogens vorbeigefahren. So nah war ich noch nie an einem ran und ich fand es sehr, sehr schoen.

Unsere Nacht war sehr lustig. Die Matratzen waren ja durch Holzbretter am Kopfteil in doppelter Kopfhoehe abgetrennt. Steffi und ich haben uns die erste viertel Stunde in der wir im Bett lagen und alle anderen schon schliefen lustige Fingerfiguren ueber dieses Brett gezeigt. Wir konnten uns gegenseitig ja nicht sehen, aber es war so lustig, diese Maetzchen ueber das Brett zu machen. Wir haben so gelacht und damit sicherlich eine der drei Englaenderinnen die unter uns lag geaergert. Da wir aber wirklich so viel Spass hatten, war uns das in dem Moment egal.

Heute haben wir einen Hammer Treck gemacht. Wir sind einen Weg von 21 km durch den Abel Tasman Nationalpark gegangen. Das war so schoen. Wir haben unglaublich tolle Bildergemacht, aber der Computer hier ist so langsam, dass wir sie gerade schlecht hochladen koennen. Um den Track gehen zu koennen wurden wir mit einem kleinen Boot an der Startstelle abgesetzt. Wir sind dann also quasi den Weg von etwas weiter weg wieder zurueck in den Ort gegangen.  Auf dem Boot haben wir Hannah, eine weitere Deutsche kennengelernt. Leider musste Hannah einen Bus um 16h bekommen und wir sind sage und schreibe 6 1/2 Std durch diesen Treck gehetzt. Wir wollten sie ja nicht alleine gehen lassen. Das war ziemlich anstrengend obwohl der Weg nur an einigen Stellen bergauf ging. Unsere liebevoll geschmierten Butterbrote haben wir sogar im gehen gegessen, da wir so wenig Zeit hatten. Das fand ich wirklich etwas schade, denn die Landschaft war wie aus dem Katalog und ich haette mir gerne etwas mehr Zeit gelassen um alles wirken zu lassen. Wir haben aber trotzdem ganz viel gesehen und fotografiert und haben jetzt bestimmt riesengrosse Waden- und Pomuskeln. Das war schon anstrengend. Geht mal 6 1/2 Std wirklich stramen Schrittes auf plattem Land und stellt euch das Ganze dann etwas huegeliger vor. Es war grossartig, aber jetzt bin ich platt und freue mich darauf morgen nur eine gefuehrte drei Stunden Tour durch eine grosse Hoehle zu machen.

Nach diesem Walk sind Christian und ich noch an den Strand gegangen und haben jeder 100 Muscheln fuers Abendessen gesammelt. Trotz einiger Kommunikationsprobleme ueber die Zubereitungsweise derselbigen, haben wir es doch irgendwie hinbekommen und hatten letztlich sehr viele, leckere, selbstgesammelte Muscheln mit Knoblauchbutter. Sehr toll!!

 Mir faellt gerade was ganz anderes ein. In dem Hostel in Plimmerton lief neulich im Radio das Lied in dem einer singt „Lovers, lovers, lovers, lovers, lovers come back to you…“ Das  Lied lief bei uns zu Hause frueher oefter, aber ich kann mich nicht an den Namen des Interpreten erinnern. Kann mir da jemand weiterhelfen? 

So, jetzt steht hier schon wieder jemand hinter mir der auch ins Netz will. Da muss ich den Platz wohl mal raeumen.

Wuensche euch einen ganz schoenen Tag,

Marcella 


21 km Schoenheit

August 30, 2007

Heute ist es umgekehrt. Ein Computer, diesmal schreibe ich zuerst und Marcella spaeter. Sie sitzt grade mit Christian am Tisch und isst selbstgesammelte Muscheln. Ich wuerde die Dinger bestimmt auch moegen, wenn denn weniger Sand drin waere… Knirscht so. ;-)

Zuerst ein paar Nachtraege von Dingen, die wir vergessen haben, zu erwaehnen: Wir glauben nun, dass Asiaten eine andere Kultur bezueglich Benehmen beim Essen haben. Ich habe mal gehoert, dass es maximal unhoeflich ist, sich in deren Gegenwart die Nase zu putzen. Das mag stimmen. Sicher ist, dass Ruelpsen, Schmatzen und Furzen beim und nach dem Essen fuer sie wohl mehr als normal ist… und hey… so ein Furz braucht Freiheit, deshalb hebt man am besten dazu noch eine Ar… (aeh… Gesaesshaelfte ) in die Hoehe…

Ganz anderes Thema, aber gute Ueberleitung zu dem, was wir heute gesehen haben… naemlich SDchoenheit pur… Auf der Fahrt von Nelson nach Marahau haben wir mehrere Regenbogen gesehen. Einer davon schien uns den Weg zeigen zu wollen. Man hatte in der letzten Kurve vor unserem Ziel den Eindruck, nur zugreifen zu muessen und den Anfang vom Regenbogen in der Hand zu haben. So nah hab ich noch an keinen herankommen koennen… Schoen… (passenderweise lief kurz vorher in unserer neu erworbenen Dukebox-CD mit Herzschmerzliedern Klaus Lage (glaube ich), der was von ïch hab den Regenbogen fuer Dich gebogen“… ;-) Kitsch pur.

So, aber nun heute: Wir sind heute Morgen um 9 mit dem „Wassertaxi“ 21 km die Kueste hochgebracht worden, um von dort am Rande des kleinsten Nationalparks Neuseelands (Abel Tasman National Park) die Kueste entlang zurueck nach Marahau zu laufen. Im Boot haben wir Hannah getroffen, ein nettes Maedel aus Hamburg, die in ihren Semesterferien allein reist und froh war die 6,5 Stunden, die der Track letztlich in Anspruch genommen hat, nicht allein machen zu muessen.

Ich habe grade lange ueberlegt, wie ich die Wanderung und das, was wir gesehen haben, beschreiben soll. Ich werde es verbal nicht schaffen. Es war einfach zu schoen! Da mir auch das passende Wort fehlt, bitte mit Frage 17 auseinandersetzen.

Es waren aneinandergereihte Postkartenbilder. Vielleicht mag der Computer meine Camera, dann investiere ich nochmal 2 Dollar, um eine Miniauswahl auf die Seite zu stellen. Am Anfang sind wir einen kleinen Pfad hinuntergestiegen (ueber Wurzeln, Felsen und durch Dschungelartige Vegetation, der einen kleinen Umweg von 20 Minuten ausmachte. Die waren es aber sowas von wert! Der Pfad endete auf einem Felsen, etwa 2 Meter vom tuerkisblauen Meer entfernt in eine Bucht mit goldgelbem Sandstrand… Dahinter eben das Gruen des Waldes… sprachlos, toll, Genuss pur!

Wir haetten die Moeglichkeit gehabt, uns eine Bucht spaeter absetzen zu lassen und noch 5km weiter zu laufen. Ich dachte anfangs, dass das kein Problem sein wuerde. Als wir dann aber nach 6,5 Stunden mit nur 30 Minuten gestueckelter Pausen (Hannah musste den Bus um 4 bekommen und wir waren solidarisch und haben uns mit beeilt) wieder in Maranau ankamen, war ich doch ziemlich platt. (das merke ich auch gerade an meinem Schreibelan) ;-)

Waehrend Christian und Marcella Muscheln gesammelt haben, habe ich mich informiert, wo wir am besten die naechste Nacht verbringen. Nun sind wir in Takaka, am Suedlichen Ende der Golden Bay und werden wohl morgen eine Hoehle besichtigen, zumindest den Eingang, der der groesste von Neuseelands Hoelen sein soll. Die Golden Bay an sich ist wohl noch so eine Aneinanderreihung huebscher Natur, weswegen wir dort auch noch ein bisschen Zeit verbringen werden.

Jetzt lass ich Marcella mal hierhin. Die Muscheln haben sie offenbar nicht umgebracht, und sie auch nicht ueberfuettert. ;-) Sieht ganz zufrieden aus.

<> Alles Liebe und bis bald

Steffi


Frage 17

August 30, 2007

Wir suchen ein deutsches Wort, das die Schoenheit dieses Landes ausreichend beschreibt!

Vielleicht faellt Euch die Antwort leichter, wenn Ihr demnaechst die Bilder seht… oder aber, sie faellt Euch, wie uns, schwerer…


W U N D E R S C H O E N… und so nette Menschen!

August 29, 2007

Da wir heute mal in der Situation waren, nur einen PC zu haben und demnach nacheinander schreiben, habe ich Marcellas Bericht grade gelesen und bemuehe mich, Doppeltes wegzulassen… Ihr Armen lest Euch ja wirklich Quadrataugen bei unseren Romanen ueber die gleichen Erlebnisse aus zwei nur teilweise unterschiedlichen Sichten. Danke dafuer! Heute dann mal die Light-Version.

Das Wesentliche hat Marcella eben schon geschrieben. Der nette Mensch, mit dem ich mich auf der Faehre unterhalten habe, war sehr interessiert an allem Moeglichen. (Ist ganz nett, gesagt zu bekommen, dass mein Englisch gut ist… hab hier auch schon Gegenteiliges gehoert ;-) Oops… das Wesentliche… Also, er hat mir wirklich gute Reisetipps gegeben, mir die Wetterphaenomene Neuseelands erklaert und… eine Frage, die wir hier stellen wollten, beantwortet. Er ist Manager einer Firma, die sich mit der Oekonomisierung von Heizungssystemen in Haeusern und deren Isolierung beschaeftigt. Wir hatten uns frierend schon so oft gefragt, warum die in den so wenig isolierten Hostel-Holzhaeusern Marke Suedengland keine Heizungen haben. Antwort: Es ist zu teuer. Die Uebernachtungen sind so guenstig und der Waermeverlust so gross, dass das die Kalkulation dicke sprengen wuerde… Also, entweder (selten) Kamin oder Elektro-Mini-Heizung oder nix. Die meisten Haeuser sind aus den 30er Jahren, also Nach-vor-Kriegszeit… ja, als England-Helfer betraf das natuerlich auch NZL… hatten die Menschen wenig Geld und verbauten das, was auf deren Land war… HOLZ. Darauf ein Blechdach… fertig. Die Neueinwanderer spaeterer Zeit haben sich dann einfach angepasst, selbst, wenn sie die europaeischen Standards kannten und gewohnt waren… warum, weiss man nicht… (vielleicht uebertriebene Integrationsmotivation?) Jedenfalls hat er eine Menge Objekte, die man optimieren kann. Ich fand das alles ziemlich interessant und amuesant… Sehr toller Mensch.

Zu unserem gestrigen Hostel moechte ich ergaenzen, dass die abends unglaublivh leckeren Applecrunch mit Eis verschenkt haben… Uebrhaupt: Tolles Hostel mit Spapool und netten Gespraechen mit Angestellten und Bewohnern… Dass auch hier ne Guitarre rumlag, erwaehne ich nur nebenbei… scheint ja nahezu standard hier zu sein, was mich sehr freut. Ich wuenschte, ich koennte dann doch noch mehr als nur vier halbe Lieder… ;-)

Christian ist ein sehr unkomplizierter Mitreisender. Ich denke, wir werden den Tag morgen mit der Wanderung an einer der „huebschesten Ecken Neuseelands“ sehr geniessen. Jetzt regnets ja gerade, dann ist morgen frueh wohl kein Wasser mehr im Himmel. ;-) (Ich glaube, ich habe die Wetterphaenomene richtig interpretiert)

So, da ich meine Fingerspitzen vor Kaelte nicht mehr spuehre (Abhaertung ist gut fuer die Abwehr…)-die PCs stehen auf der Veranda, also draussen, wie Marcella ja schon erwaehnte-, verziehe ich mich gleich vor den Kamin.

 Ganz liebe Gruesse mal und immerwieder

Steffi

P.S.: Versprochen, bald gibts nochmal Bilder!


Die ersten zwei Tage Suedinsel…und die Landschaft ist wirklich noch grossartiger

August 29, 2007

Nachdem wir gestern nicht mehr geschafft haben zu schreiben hoffe ich doch sehr, dass ich heute beim schreiben nichts Wichtiges aus den ersten beiden Tagen Suedinsel vergesse. Wellington hat uns ja gar nicht gefallen und wir waren froh, als wir gestern Mittag die Faehre nach Picton, auf die Suedinsel, nehmen konnten. Unseren Wellingtonfrust haben wir vorher aber noch mit ner Shoppingtour befriedigt. Durch tausend Laeden sind wir gegangen, ich mag das ja eigentlich nicht, und haben dann wirklich einen ganz tollen, warmen und kuscheligen Kapuzenpullover gefunden. Ja, wir haben den gleichen, ABER meiner ist schwarz und der von Steffi ist weiss. Ausserdem habe ich noch eine wirklich schoene Hose gefunden die sehr guenstig war. Diese beiden Erfolge haben mich dann den vorherigen Shoppingfrust vergessen lassen.

An der Wartestelle zu der Faehre wurde Steffi von Christian, einem deutschen Halbperuaner der nach seiner Reise nach Zuerich zieht, angesprochen. Christian ist 31, sehr nett und reist seitdem mit uns. Durch ihn haben wir noch zwei nette Israelinnen kennengelernt die wir dann allesamt in das selbe Hostel wie wir einquartiert haben. Steffi wurde auf der Faehre schon sehr bald von einem netten Mann angesprochen mit dem sie sich dann waehrend der ganzen Fahrt unterhalten hat.  Da mir ziemlich schlecht geworden ist habe ich die ganze Zeit mit einer der Israelinnen und Christian draussen verbracht. Immer wenn ich mal kurz nach Steffi gucken wollte, habe ich sie schon von weitem mit diesem Mann reden und lachen sehen. Muss sehr nett gewesen sein :-) Jedenfalls hat sie seitdem eine ganze Menge Insider-Neuseelandtips fuer uns.

In dem Hostel in Picton haben wir, nach dem wir zu dritt Reis mit Steak gekocht haben, einige deutsche Studenten kennengelernt die fuer drei Tage den landschaftlich wohl sehr beeindruckenden Charlotte Track gegangen sind. Steffi und ich haben uns noch laenger mit einem sehr netten Paar in unserem Alter unterhalten. Es ist sehr schoen gut gehende Beziehungen zu sehen. Ich fand die beiden sehr sympathisch und glaube, dass sie ganz vieles richtig machen. (Wenn ihr das lesen solltet und wirklich mal eine Kanutour in Schweden machen wollt, sagt bloss Bescheid!!) Christian war in der Zeit in der wir geredet haben mit einigen Leuten aus dem Hostel auf einem Berg um sich die Mondfinsternis anzusehen. Uns war das zu kalt.

Heute morgen sind wir drei, also Steffi, Christian und ich, dann losgezogen um ein Auto zu mieten. Steffi und ich mieten es und Christian nehmen wir fuer einige Tage mit. Momentan sind wir im Besitz von 7 CD’s und uns war es sehr wichtig, ein Auto mit CD-Player zu leihen. Um diesen zu bekommen haben wir sogar das allerkleinste Auto genommen und sind nach 10 Minuten Fahrt mit staendig springenden CD’s wieder zurueck gefahren um das Auto zu tasuchen. Alles Gepaeck wieder raus, ins neue Auto rein und aus diesem wieder raus, da da die Versicherung waehrend unserer Reise ablaufen wuerde. Dann sollten wir doch ein groesseres Auto bekommen, mit dem dann aber auch irgendwas nicht stimmte und letztlich haben wir wieder unser erstes Auto und den Tipp uns doch ne Reinigungscd zu kaufen. Die Reinigungscds sind aber nicht fuer CD Player mit Schlitzen also haben wir es dann gelassen. Mittlerweile laeuft der Player aber die meiste Zeit doch ganz gut und wir haben mit unseren guenstigen und neu erstandenen Cd’s „Herzschmerz“ und die Filmmusik von Top Gun viel Spass waehrend unserer Fahrt. Und wenn die Musik gerade nicht laeuft, liest Christain uns aus seinem Lonely Planet vor. Das ist eigentlich wirklich nett.

Jetzt sind wir in einem Hostel mit einem einzigen Mehrbettzimmer. Die Betten sind echt lustig, denn die acht Betten bestehen aus einem einzigen Stockbett. Also am Stueck vier Matratzen oben und vier unten. Dazwischen jeweils ein kleines Holz um den jeweiligen Schlafbereich anzudeuten. Ich freu mich drauf!!

Morgen wollen wir an der Kueste des Abel Tasman Nationalparks einen uns angepriesenen Track gehen. Dazu werden wir mit dem Wassertaxi an den Ausgangspunkt gefahren und gehen dann die 21 km in 6 Stunden zurueck. Ich bin sehr gespannt auf den Weg und freue mich schon drauf. Gluecklicherweise habe ich heute das erste vernuenftige glutenfreie Brot gefunden und kann  mir morgen fuer den Weg Brote schmieren. Cafes oder Kioske gibt es auf dem Weg natuerlich nicht.

Ach ja, die Faehrfahrt, wollte ich noch schreiben, ist auch wirklich lohnenswert. Ich war ja die ganze Zeit draussen und das Schiff faehrt wirklich lange durch Fjorde. Die Landschaft sieht aus wie riesengrosse Brokkoli-Schildkroeten. Ich hoffe, das ist plastisch genug dargestellt ;-)

So, ein bischen zusammenhangslos mache ich jetzt aber wieder Schluss. Die beiden Computer stehen naemlich drausssen und es ist wirklich kalt!! Ausserdem funktioniert nur einer der beiden und Steffi wartet, in der Kaelte, um auch endlich schreiben zu koennen.

Ich gruesse euch ganz lieb,

Marcella


… is wohl was spaeter geworden…

August 28, 2007

Deshalb heute kein Bericht, nur liebe Gruesse. Uns gehts sehr gut. Bis wahrscheinlich morgen. :-)


Frage 16

August 27, 2007

Bei manchen Orten gibt es den Zusatz Junction. So wie Bondi Junction in Australien z.B. Was heisst das in dem Zusammenhang?

Und, wo wir den Translator schonmal anschmeissen, was heisst Dairy? Wir haben eine Dairyfabrik gesehen, Dairy free Lebensmittel und Dairy food. ???


Vom Candlelight-Fruehstueck zur Vorfreude auf die Suedinsel

August 27, 2007

 Wie schon im Bericht von gestern erwaehnt, war unser Tag und auch der Abend unheimlich schoen und erholsam. Auch bei geschlossenen Fenstern konnte man in unserem (Traum)zimmer das rauschen der Wellen hoeren… und zwar kein Meeresrauschen, sondern wirklich jede einzelne Welle… :-) . Als ich dann heute Morgen in meinem Bett, das Marcellas schraeg gegenueber lag, aufgewacht bin und sie in dem 1,40m Bett mit der Rosenbettwaesche mit Rueschenrand im Morgenlicht habe liegen sehen, war das fast schon Rosamunde-Pilcher-Kitsch, aber sooo schoen! :-)

Nach einem ganz grossartigen Fruehstueck bei Kerzenschein (die Kerze steckte in einer hollaendischen Keramikflasche), haben wir uns auf den Weg nach Wellington gemacht und beschlossen, dass Plimmerton ein sehr lebens- und liebenswerter Ort ist!

Der sehr freundliche Hostelbesitzer (oder „Jugendheorboergswater“, wie ein Englaender auf Fiji mal ganz stolz als seine Deutschkenntnis aussprach) wollte uns noch sehr die Umgebung Wellingtons ans Herz legen. Dazu brauchten wir aber ein Auto, das wir seit heute aber nicht mehr haben. Ich denke, dass man einfach nicht komplett ALLES von Neuseeland in 5 Wochen sehen kann und so konzentrieren wir uns ab jetzt auf den Sueden.

Wellington selbst ist eher eine Durchschnittsstadt in meinen Augen, vielleicht einfach ein bisschen charakterlos, auch, wenn es ja die Hauptstadt Neuseelands ist… Eben deshalb werden wir dann morgen Mittag drei Stunden in der Faehre verbringen, die uns zur Suedinsel bringt. Wir haben heute schon wieder gehoert, dass die ja so viel toller noch als der Norden sein soll… Man darf gespannt sein!

Alles, alles Liebe und bis bald

Steffi